Schlösserjahrbuch 2007 präsentiert
Gediegene wissenschaftliche Arbeit des Staatsbetriebes
Heute stellten die Staatlichen Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen ( SBG ) zum 15. Mal ihr Jahrbuch vor.
Sachsens oberster Schlossherr, Finanzminister Prof. Dr. Georg Unland hatte ursprünglich sein Kommen zugesagt. Er hätte, genau 120 Tage nach seinem Amtsantritt, seinem Wechsel aus dem Schoss der Wissenschaft in die Arme der Politik, gerne an dieser Präsentation teilgenommen, ließ er Schlösserdirektor Dr. Christian Striefler wissen, die aktuelle Finanzkrise lässt dies aber nicht zu.
SBG – Direktor Dr. Christian Striefler konnte zur Präsentation des Jahrbuches der Staatlichen Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen im Wallpavillon des Zwinger zahlreiche Vertreter aus Kultur, Wissenschaft, Kunst, Wirtschaft und Verwaltung begrüßen. Sein besonderer Gruß galt Dr. Berd Ullrich von der TU Freiberg, der den Festvortrag hielt.
Striefler sagte in seiner Begrüßung: “Dieses Jahrbuch ist die Bilanz der Arbeit des vergangenen Jahres, eine schöne Tradition inzwischen, die nicht nur im Gehalt, sondern auch in seiner gediegenen bibliophilen Gestaltung einen Spiegel der Leistungen und Erfolge, Zielstellungen und zu lösenden Probleme unserer Schlösserverwaltung darstellt. Die Herausgabe eines solchen Jahrbuches dokumentiert auch in anschaulicher Weise das kulturelle Engagement des Freistaates, der den flächendeckenden Kulturauftrag , einmalig in Deutschland, sogar in seiner Verfassung verankert hat.” Dass der Festvortrag von einem Wissenschaftler der TU Freiberg, Dr. Bernd Ullrich gehalten werde, “verleiht dieser Veranstaltung eine besondere Note !”
“Über den Versuch einer Nachstellung des historischen Böttgerporzellans” war danach das Thema des Festvortrages von Dr. Bernd Ullrich vom Institut für Keramik, Glas- und Baustofftechnik der TU Bergakademie Freiberg.
Die historische Grundlage, so führte er aus, ist ein Versuchsprotokoll vom 15.1.1708, indem aus Colditzer Ton und einem Flussmittel ein erster dichter und weißer Porzellanbrand gelingt. Dieser Ton wurde lange Zeit im böttgerschen Kalk- und später im Meißner Feldspatporzellan als Versatzkomponente verwendet. Dieser Ton ist aber heute nicht mehr zugänglich. Durch Erdarbeiten konnte 2007 aber eine Großprobe dieses Rohstoffs gewonnen werden, mit dem eine Nachstellung eines Böttgerporzellans nach Originalrezeptur erfolgen konnte.
Dr. Dirk Welich, kommissarischer Bereichsleiter Museen der Sächsischen Schlösserverwaltung, stellte abschließend die Bandbreite des Jahrbuches vor. Er stellte die 24 Beiträge von Mitarbeitern der SBG und anderen, dem Schlösserland wissenschaftlich verbundenen Autoren in verschiedenen Beitragsgruppen oder Einzelbeiträgen vor, riss ihre Themen kurz an und stellte so die Vielfältigkeit und Bedeutung der Arbeiten heraus.
Themen sind u.a. Bauforschung, Gartengeschichte, Ausstellungsdidaktik und Kulturgeschichte.
Einen bemerkenswerten musikalischen Rahmen bot Aline Khouri an der Harfe von der Hochschule für Musik Dresden Carl Maria von Weber.
Ansprechpartner:
Herr Gottfried Dominik
Staatliche Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen
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Zuständigkeitsbereich: Pressesprecher DJV
Quelle: LifePR